Willkommen auf meinem alcimia - hic et nunc - Grenze zwischen Wildnis & Zivilisation
Heute möchte ich auf zwei neue Bloggerinnen aufmerksam machen. Ich beschreibe nicht großartig, wer sie sind und was sie machen, das hebe ich mir lieber für ein Interview auf. Zudem könnt ihr euch mit einem Klick selber ein Bild von den Damen machen.
I proudly present:
Ein niegel nagel neues Blog von meiner geschätzten Kollegenfreundin Jeanine Fuhrmann, das soeben das Licht der Welt erblickt hat.
Und die Dame mit dem Gespür für Rechtes in der Kunst-, Medizin- und Pflanzenwelt.
»Denn eure Nahrung soll eure Medizin sein!« pflegte Paracelsus zu sagen und in Zeiten von Karl dem Großen hatte jeder der im Besitz eines Gartens war, Heilpflanzen zum Schutz vor Krankheiten anzupflanzen.
Die Heilkräfte des Meerrettichs sind bereits seit der Antike bekannt. So tönte es aus dem Orakel zu Delphi: »Radieschen ist sein Gewicht in Blei wert, Rettich in Silber, aber Meerrettich in Gold«.
Unsere Vorfahren dachten noch sehr viel praktischer. Das Labor wurde noch Küche genannt und Schnittwunden mit Kräutern, die gerade zur Hand waren, versorgt.

Der Meerrettich (Armoracia rusticana) eignet sich zwar nicht zur Versorgung einer Wunde, dennoch ist er ein wahrer Tausendsassa bei äußerlichen und innerlichen Schmerzen oder Infektionen. Die scharfe Wurzel, die vermutlich aus den Steppen des östlichen Russlands zu uns nach Europa kam, enthält eine Reihe wertvoller Inhaltsstoffe. So zum Beispiel die Vitamine B1, B2 und B6 –Nervenfutter gegen den täglichen Stress. Außerdem enthält der Meerrettich doppelt so viel Vitamin C wie eine Zitrone.
Bekannt ist der Meerrettich allerdings für seine unverwechselbare Schärfe, die ihm Mutter Natur zum Schutz vor Fressfeinden mit auf den Weg gab. Verantwortlich hierfür ist der Wirkstoff Sinigrin, ein Senfölglycosid, das erst durch Enzymspaltung durch das Kauen im Mund aktiviert wird und für den scharfen Geschmack verantwortlich ist.
In der klassischen Pflanzenheilkunde ist der Meerrettich kein Unbekannter und wird immer dann eingesetzt, wenn eine verstopfte Nase und Husten die Atemwege belasten. Die in der Wurzel befindlichen Senföle wirken antibakteriell und können erfolgreich gegen Infektionen eingesetzt werden. Als »natürliches Antibiotikum« verringert Meerrettich die Zahl der Erreger, ohne dabei den gesamten Organismus zu schwächen. Ob innerlich oder äußerlich angewandt – die Heilkräfte des Meerrettichs sind vielfältig.
Die frisch geriebene Wurzel entfaltet als Kompresse in den Nacken gelegt rasch eine angenehme Wärme, die die Durchblutung fördert und angeschwollene Schleimhäute zum Abschwellen bringt. Die dabei eingeatmeten ätherischen Öle unterstützen diesen Prozess. Ein Versuch bei Migräne schadet ebenfalls nicht.
Innerlich sollte frisch geriebener Meerrettich immer in Kombination mit anderen Lebensmitteln eingenommen werden, da die Senföle die Magenschleimhaut zu stark reizen können. Beispielsweise 1 Esslöffel Meerrettich auf 5 – 10 Esslöffel frisch geriebener Apfel. Allerdings muss dies nicht davon abhalten, den Meerrettich auch bei Verdauungsproblemen in das Ernährungsprogramm aufzunehmen. Er lässt die Zahl der »schlechten« Erreger im Darm sinken und sorgt so für ein Milieu der gesunderhaltenden Mikroorganismen.
Die Meerrettichwurzel wirkt wie eine Reinigungskur von innen.
Der Ursprung des Namens »Meerrettich« liegt übrigens bis heute im Dunkeln. Worin sich Namensforscher jedoch einig sind: etymologisch betrachtet hat er nichts mit dem Meer zu tun.
… ein Gedankenspaziergang:

Gesundheit hängt davon ab, dass wir in Harmonie mit unserer Seele sind.
Dr. Edward Bach
Das Frauengesundheitszentrum (FFGZ) informiert im aktuellen Newsletter:
Machte zuletzt das mögliche Krebsrisiko Schlagzeilen, sind nun gefälschte Implantate der Grund dafür. Hundertausende Frauen in mehr als 65 Ländern sind betroffen und haben potenzielle gesundheitliche Risiken und Langzeitfolgen aufgrund dieses mangelnden Medizinproduktes. Nach langem Zögern hat nun auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zur Entfernung der sogenannten PIP-Implantate aufgerufen. Diese Implantate zeigen Risse auf, durch die Silikon austritt, aber auch durch die unbeschädigte Hülle kann Silikon in die Brust gelangen.
Da Medizinprodukte keiner unabhängigen Kontrolle unterliegen und die Zulassung und das Qualitätssiegel des TÜV nach Studien und Angaben der Hersteller erfolgen, kann jetzt nur aufgrund von Beobachtungen über mögliche gesundheitliche Risiken und Folgen spekuliert werden.
Gemeldet wurden in der Folge des Skandals in Frankreich Entzündungen in der Brust und Krebserkrankungen der Brust und der Lymphdrüsen.
Durch die Sicherheitswarnung des BfArM können Frauen in Deutschland hoffen, dass ein Großteil der Kosten der Entfernung von den Krankenkassen übernommen wird, auch wenn die Implantate bei sogenannten Schönheitsoperationen eingesetzt wurden. Bei Brustaufbau nach Brustkrebs werden die Kosten ganz von den Krankenkassen übernommen.
Dieser neue Skandal sollte Frauen darüber nachdenken lassen, ob sie das Risiko eingehen wollen, sich ein Material einsetzen zu lassen, dessen Folgen nicht abzuschätzen sind. Bisher kommen alle Daten nur von den Herstellern.
Anhand dieses Skandals wird offenbar, dass dies auf alle Medizinprodukte in der EU zutrifft, von implantierten und injizierten “Schönheitsmitteln” bis zu künstlichen Kniegelenken. Es bedarf dringend einer Verschärfung des Medizinproduktegesetzes, neuer Zulassungsverfahren und unabhängiger, unangekündigter Prüfungen für Medizinprodukte, die für die gesamte EU gültig sind. Damit etwas in Bewegung kommt, müssen Verbraucherinnen dies bei der Politik einfordern.

Kurzseminar an 2 Wochenenden
Es gibt viele Themen die eine Frau im Laufe ihres Lebens sowohl auf seelisch-psychischer Ebene, als auch rein körperlich zu bewältigen hat.
In jungen Jahren ist es der Zyklus der die Frau auf Trapp hält, in den mittleren Jahren zählen gutartige Wucherungen der Gebärmutter oder sogar Endometriose zu den Beschwerden.

Auch Schwangerschaft, Geburt und die damit verbundenen Probleme oder gar ein unerfüllter Kinderwunsch bereiten Sorge oder eine gewisse Unzufriedenheit im Leben. Ebenso bereiten die hormonellen Veränderungen in den Wechseljahre unliebsame Symptome, wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder depressive Verstimmungen.
In diesem Intensivseminar werden mögliche naturheilkundliche Verfahren mit den Schwerpunkten Pflanzenheilkunde und Aromatherapie erklärt sowie Visualisierungstechniken und den Stellenwert der Ernährung, aufgezeigt. Außerdem wird erläutert, wie Phytoöstrogene wirken, wann ihr Einsatz sinnvoll ist und welchen Stellenwert sie in der Frauenheilkunde haben.
Wann: 11./12. Februar; 03./04. März 10 – 17 Uhr
Wo: alcimia – Schule für Heilpflanzenkunde,
Roonstr. 32a, 12203 Berlin
Kosten: 360 Euro
Anmeldung: Tel.: 030 / 844 17 001 oder info@alcimia.de
Referentin: Natascha von Ganski