Wintersonnenwende & Rauhnächte bislang unkommentiert...

Nutzt die Zeit der Rauhnächte, um mit euch in Kontakt zu kommen. Geht raus in die Natur. Wie begegnet euch die Natur? Sie spiegelt euer Innerstes wider.
Rauhnächte sind Übergangszeiten und eignen sich gut zum Orakeln und Wünsche formulieren.
Ruhig werden, vom Profanen ins Sakrale schreiten. Dem Rauschen des Windes zuhören … noch ruhiger werden. Den sakralen Platz am Lieblingsbaum, Strauch oder Stein mit Bändern schmücken und Wünsche hineinhauchen, damit der Wind sie weitertragen kann oder eine vorbeilaufende Fee ihr Ohr an das Band hält und – wer weiß das schon zu sagen – den Wunsch erhört.
Für alle guten und schlechten Geister räuchern und Nüsse und Plätzchen als Dank zurücklassen.

Traditionell wurde mit Wacholder, Beifuß und Harzen aus Fichte und Tanne geräuchert. Natürlich zählen viele weitere Hölzer und Harze zum Räucherwerk. Generell sollten Riten aber nicht zu dogmatisch gesehen werden. Die Absicht zählt! Ich mag Erdrauch sehr gerne. Dieses, dem Odin geweihte, Mohngewächs entspannt die Nerven und wirkt entkrampfend auf die glatte Muskulatur (also Magen-Darm-Bereich und auch bei Menstruationskrämpfen als Zusatz in Teemischungen hilfreich). In der klassischen Phytotherapie ist der Erdrauch ein probates Mittel bei Gallenblasenbeschwerden und Hauterkrankungen. Leidet ein Mensch unter Melancholie und Leber-Gallenblasenbeschwerden, so könnte hier ein Zusammenhang bestehen. Unterdrückte Emotionen (die Galle wird dem kämpferischen Mars zugeordnet)?
Der Erdrauchtee wird einfach zubereitet: 1-2 TL des Krautes mit einer Tasse nicht mehr kochendem Wasser übergießen und ca. 7 Minuten ziehen lassen.

Die Rauhnächte beginnen am 25. Dezember und enden am 06. Januar. Wer mir aber die schönste Geschichte aus der Götterwelt zur Wintersonnenwende schreibt, bekommt eine kleine Überraschung!


