Die separate Gewinnung der Drei Prinzipien – Sal, Merkur und Sulfur - wird als „Spao“ im Wort Spagyrik bezeichnet. Es ist griechischen Ursprungs und bedeutet „trennen“. Die zweite Silbe „ageiro“ bezeichnet “vereinen”. Meint also: Trenne das Nützliche vom Unnützlichen und vereine die nützlichen Qualitäten zu einer Arznei.
Nachdem die einzelnen Prinzipien gewonnen wurden (die “Drei Prinzipien” sind auf mehrereren Ebenen erklärbar) also die ätherischen Öle = Sulfur, der Alkohol = Mercurius und die Mineralien = Sal, so werden sie nun wieder vereint und wir haben eine hochwertige arzneiliche Essenz, hergestellt nach uralter Tradition. Die “Drei Prinzipien” wurden ja schon einmal anhand einiger, weniger Krankheitssymptome beschrieben. Aber auch viele weitere Ebenen der Erläuterungen von Sulfur, Merkur und Sal sind möglich. Im praktischen spagyrischen Herstellungsprozess werden die ätherischen Öle als Sulfur, der gewonnene Alkohol mittels Gärungsprozess Merkur und die durch Calcinierung gewonnenen Mineralien als Sal bezeichnet. Wurden diese Substanzen aus der Pflanze herausgelöst, so werden sie anschließend sorgfältig vereint und stellen nun eine spagyrische Essenz dar. Hier sollte einmal betont werden, dass es “die Spagyrik” nicht gibt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Drei Prinzipien zu gewinnen. Lediglich schonende Verfahren und die jahrelange Erfahrung eines Spagyrikers sind erforderlich.
In den alten alchemistisch-spagyrischen Texten wird der gewonnene Alkohol (vielleicht sollte man ihn hier besser Spiritus nennen – im Sinn von Spirit = Geist) bis zu 50mal und häufiger destilliert. Dies hat den Sinn, das Geistige in der Arznei zu erhöhen. Das häufige Destillieren kann mit dem Potenzieren in der Homöopathie verglichen werden. Samuel Hahnemann kannte die spagyrischen Herstellungsmethoden von Paracelsus. Er hat das hermetische Gedankengut von Paracelsus – heile Gleiches mit Gleichem – aufgenommen und daraus die Hömöopathie entwickelt. Somit kann die Spagyrik als „Mutter der Homöopathie“ bezeichnet werden.
Ziel dieses aufwendigen Verfahrens ist es, die immaterielle Kraft – den Lebensgeist, also die Quintessenz – aus dem Stofflichen freizulegen.
Nach den Vorstellungen von Paracelsus sollte eine Arznei frei von jeglichen Schlacken und „nicht heilenden“ Eigenschaften sein. Er vergleicht dies mit unserer Nahrung. In ihr ist ein Teil, der überführt wird in Lebensenergie und Substanz aufbauend wirkt. Der andere – nicht brauchbare Anteil – wird ausgeschieden (Stuhl, Urin…). In der Spagyrik wird dieses Trennen bereits durch den Herstellungsprozess absolviert. Der aus der Balance geratene Organismus muss nicht zusätzlich Energie zur Trennung von Brauchbarem und Unbrauchbarem aufwenden.
Paracelsus formulierte es so:
„Was die Augen am Kraut sehen, ist nicht Arznei, oder an Steinen, oder an Bäumen. Sie sehen nur die Schlacke, innen aber unter der Schlacke da liegt die Arznei. Nun muß zuerst die Schlacke der Arznei genommen werden. Das ist Alchemie.“ Paracelsus Band I Seite 512
Zum Einen liegt der Sinn dieses aufwendigen Verfahrens darin, die immaterielle Kraft die sich hinter einem materiellen Wirkstoff verbirgt, zu befreien und zum Anderen, das in Unordnung Gefallene (zum Beispiel Krankheit oder seelisch-psychische Verstimmungen) wieder in eine geordnete Struktur – mittels Darstellung und Erhöhung der Drei Prinzipien und der heilenden Kraft der Quintessenz – zu bringen.
Der wesentliche Unterschied zur Homöopathie ist der, dass Homöopathika in erster Linie auf rein geistiger/informativer Ebene (fungieren) agieren(?). Während die Spagyrik, neben dem Aspekt des geistig-informativem, das den Merkur darstellt, auch häufig – je nach Herstellungsmethode - pharmakologische, also substantielle Wirkstoffe (ätherische Öle, Mineralien) beinhalten.

Immer bleibt der Verstand künstliches Licht, das nur leuchtet, wo die Sonne des Geistes, der im Herzen wohnt, noch nicht aufgegangen ist. Wir müssen den Zwiespalt zwischen Kopf- und Herzenswissen überwinden. Wenn wir es wieder lernen, mit dem Herzen zu denken und mit dem Kopf zu fühlen, dann vollzieht sich in uns das, was die Mystik mit der “Umstellung der Lichter” bezeichnet.
Arthur Schult
Wie wäre es einmal mit Heidekraut anstelle von Brennesselblättern zum Entschlacken und Ankurbeln der Lebensgeister? Das Heidekraut ist zwar eine Herbstpflanze, aber auch im Frühjahr -oder zumindest im noch pflanzenkargen Februar- eine schmackhafte Alternative zu herkömmlichen Teesorten. Die Anwendungen des Heidekrauts sind in der Phytotherapie kaum bekannt. Dabei hat diese, von unseren germanischen Vorfahren hochgeschätzte Pflanze ein breites Wirkspektrum. Sie kurbelt die Nierentätigkeit an und wirkt gleichzeitig antiseptisch (bakterizid und viruzid).

Bei den Griechen hieß das Heidekraut “Herr der Berge”, denn es könne Felsen zerteilen und Metalle aus der Erde hervorziehen.
Einem jungen Ausdauersportler habe ich Heidekraut mit Weißdornblüten und -blättern verordnet. Weißdorn muss nicht erst eingenommen werden, wenn es schlecht um die Kraft des Herzens steht. Die Herzleistung wird generell verbessert, indem die Herzmuskulatur (Myokard) und die Myokard versorgenden Gefäße (Coronargefäße) den zur Verfügung stehenden Sauerstoff besser nutzen können. Das Heidekraut sorgt für Mineralien, die das Blut nicht zu stark übersäuern und somit die Mengen anfallender freier Radikale während der ausdauernden Sportphase besser entsorgen. Ausserdem hilft der Inhaltsstoff Saponin des Heidekrauts dafür, dass die Wirksstoffe des Weißdorns besser in die Zellen eingeschleust werden. Die beruhigende Wirkung des Heidekrauts hilft, die Nerven vor Wettkämpfen zu bewahren. Eine einfache Kombination mit großer Wirkung. Allerdings ist der Tee über einen längeren Zeitraum (4-6 Wochen) einzunehmen, bis sich die ersten Wirkungen zeigen.

Die Zeitschrift Gehirn & Geist veröffentlichte in ihrer Ausgabe 9/2009 ein Memorandum, geschrieben von 7 Forschern, zum Thema Neuro-Enhancement. Mit diesem Begriff ist eine Art Gehirn-Doping mittels Pharmazeutika gemeint, die ursprünglich depressiv kranken Menschen als stimmungsaufhellendes und angstlösendes Arzneimittel verordnet werden.
In diesem Memorandum wird von “Hirnoptimierung” gesprochen! Wer bitte schön, hat denn das Recht zu behaupten, was das genau ist?!
Fazit der Forscher: es gäbe »keine überzeugenden grundsätzlichen Einwände gegen eine pharmazeutische Verbesserung des Gehirns oder der Psyche«. Das sogenannte Neuro-Enhancement (vom engl. enhance = aufwerten, mehren) sei vielmehr die »Fortsetzung eines zum Menschen gehörenden geistigen Optimierungsstrebens mit anderen Mitteln«.
Leute, lest mal “Schöne neue Welt” von Aldous Huxley! Vieles, was er in seinem Roman geschildert hat, zeigt erschreckende Parallelen zu unserer gegenwärtigen Zeit. Wenn ich da an eine Legalisierung von Ritalin und Co. denke, kommt mir Huxley`s Soma in den Sinn. Heute geben wir dem Kind nur andere Namen.
Abgesehen davon gibt es natürliche pflanzliche Substanzen, die nicht abhängig machen und als Vielstoffgemische gleichzeitig eine positve Wirkung auf das Immunsystem zeigen: Taigawurzel, Baldrian, Melisse, ätherisches Grapefruitöl, Bergamotte……..
Das Memorandum kann als pdf hier eingesehen werden: Gehirn&Geist
in Deutschland.
Hierüber berichtet aktuell das FFGZ (feministisches Frauengesundheitszentrum).
Im Jahr 2008 wurden in Deutschland 125.233 Hysterektomien bei gutartigen Erkrankungen durchgeführt, 101.000 davon aufgrund von Myomen oder Blutungsstörungen (Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS), Bericht für 2008)
In England dagegen hat die Organisation “National Institute für Health and Clinical Excellence” eine Leitlinie veröffentlicht, die besagt, dass Frauen mit Myomen, die Beschwerden machen, über alle Behandlungsalternativen aufgeklärt werden müssen. Im Berichtsjahr 2008/2009 wurden in England nur insgesamt 37.000 Hysterektomien aufgrund aller Indikationen durchgeführt, was weniger als die Hälfte im Vergleich zu Deutschland ist. In Deutschland gibt es eine solche Leitlinie nicht.
Im “Journal of Minimally Invasive Gynecology” verglich man die Kosten für Hysterektomien bei Myomen in Deutschland, Frankreich und England. In Deutschland wurde in fast 85% der Fälle bei Myomen die ganze Gebärmutter entfernt, die Kosten beliefen sich im Jahr 2006 auf über 212 Millionen Euro. Im Vergleich dazu führte man in Frankreich nur in 60% (73 Millionen €) und in England nur in 65% (52 Millionen €) der Fälle eine Entfernung des ganzen Organs durch.
Das Feministische FrauenGesundheitsZentrum (FFGZ) Berlin e.V. stellt fest, dass immer noch zu oft die Gebärmutter entfernt wird, obwohl es bessere und schonendere Möglichkeiten gibt und dass die FrauenärztInnen selten über die Alternativen dazu informieren. Es gibt inzwischen einige operative und nicht operative Behandlungsmöglichkeiten, die den betroffenen Frauen diesen schwerwiegenden und folgenreichen Eingriff ersparen können. Zu nennen wäre z.B. die Myomembolisation. Neue Untersuchungen zeigen, dass Frauen nach einer Myomembolisation früher als nach einem operativen Verfahren in der Lage waren, ihrer Arbeit oder ihren normalen Aktivitäten nachzugehen.
Das FFGZ berät Frauen umfassend zu diesem Thema und empfiehlt ihnen, bei ihren ÄrztInnen ihr Recht auf Aufklärung über alle Behandlungsoptionen einzufordern.
Weitere Informationen zum Thema auf dem Frauengesundheitsportal www.ffgz.de
Feministisches Frauen Gesundheits Zentrum e.V.
Bamberger Str. 51
10777 Berlin
Tel: 030 / 213 95 97