
An apple a day, keeps the doctor away – sagt ein Englisches Sprichwort
Es ist klar, dass eine gesunde und ausgewogene Ernährung viele Krankheiten vorbeugen kann. Aber ob auch die Farben der Lebensmittel eine Rolle spielen?
Niederländische Wissenschaftler haben Untersuchungen durchgeführt, die Zusammenhänge zwischen der Farbe von Obst und Gemüse und dem Nutzen für den Menschen aufweisen.
So gibt bereits die Farbe des Fruchtfleisches einen ersten Hinweis auf die gesundheitsfördernden sekundären Pflanzenstoffe. Hierzu zählen beispielsweise die Carotinoide (gelb/orange) oder Flavonoide (hauptsächlich rot/lila aber auch grün).
Die niederländischen Wissenschaftler untersuchten 20 069 Erwachsene über einen Zeitraum von 10 Jahren und dokumentierten, wieviel Menschen in dieser Zeit einen Schlaganfall erlitten. Alle Teilnehmer hatten zu Beginn der Studie keine Herz-Kreislauf-Erkrankungen und mußten regelmäßig Fragebögen ausfüllen sowie anhand einer Farbskala dokumentieren, welche Farben sie gegessen haben:
grün: grüne Blattgemüse, Kohl, Salat
gelb-orange: hauptsächlich Früchte
rot-lila: z.B. rote Beete
weiß: meist Äpfel und Birnen
In der 10-jährigen Zeitspanne erlitten 233 Teilnehmer einen Schlaganfall. Jene Gruppe, die den höchsten Anteil an weißfleischigem Gemüse und Obstarten in ihren Speiseplan aufnahmen, hatte angeblichen das kleinste Risiko einen Schlaganfall zu bekommen.
Letztere Ernähren sich vermutlich ohnehin gesünder und pflegen einen gesundheitsfördernden Lebensstil.
aus dem Englischen von Patricia Bellack
VERANSTALTUNGSTIPP:
In Kooperation mit der Akademie zur Berufsausbildung für Heilpraktiker bietet die alcimia ein Tagesseminar zum Thema Spagyrik an.
Grundzüge der Spagyrik nach Alexander von Bernus.
Das Seminar vermittelt eine Einführung in die Philosophie und Herstellungsweise der Spagyrik nach Alexander von Bernus, der sich intensiv mit den Schriften von Paracelsus auseinander setzte. Im Jahre 1921 gründete er das Laboratorium SOLUNA und führte mit der Entwicklung der SOLUNA-Heilmittel den medizinischen Erfahrungsschatz der „Alten Meister“ in die Neuzeit ein. Die Spagyrik bezeichnet die pharmazeutische und therapeutische Umsetzung der Alchemie, wobei pflanzliche, mineralische und tierische Ausgangssubstanzen mit Hilfe chemischer Verfahrenstechniken zu einem Spagyrikum verarbeitet werden.

Referent: Christoph Proeller
Teil I: Erklärung der spagyrischen Philosophie und der Begriffe “Spagyrik”, “Körper-Seele-Geist und Sal-Sulphur- Mercur”
Teil II: Die Heilmittel von Alexander v. Bernus, Alchemist, Dichter und Gründer der Firma SOLUNA.
Termin: 14.10.2011: 13.30-19.00 Uhr
Ort: ABfH, Handjerystr. 23, 12159 Berlin
Eintritt: für BDH-Mitglieder kostenlos, alle anderen: 8,00 EUR
Anmeldung und Infos über:
alcimia – Heilpflanzenschule, Roonstr. 32a, 12203 Berlin, Tel. 030 – 84 41 70 01, info@alcimia.de

Eine aktuelle Info aus dem FFGZ (Feministisches Frauengesundheitszentrum):
In den meisten europäischen Ländern ist die Brustkrebssterblichkeit gesunken. Dies ist einer Untersuchung des British Medical Journal (BMJ 2011; 343: d4411) zufolge allerdings, wenn überhaupt, nur zu einem geringen Anteil der Einführung der Mammografie zu verdanken.
Philippe Autier und Mitarbeiter werteten Daten der WHO-Datenbank zu Todesursachen und Screening, Krebsbehandlung und Risikofaktoren für Brustkrebssterblichkeit aus. Die Länder hatten die Screening-Programme im Abstand von 10 bis 15 Jahren eingeführt. Von 1989 bis 2006 sank die Brustkrebssterblichkeit in Nordirland um 29% und in der Republik Irland um 26 %, in den Niederlanden um 25%, in Belgien um 20 %, in Schweden um 16% und in Norwegen um 24%. Daraus schließen die Wissenschaftler, dass das Screening keine direkt Rolle bei der Reduzierung der Brustkrebssterblichkeit spielt. Die Senkung der Sterblichkeit wird im Wesentlichen der Verbesserung der Qualität der Versorgung zugesprochen.
Der erfreulichen Senkung der Brustkrebssterblichkeit steht allerdings ein starker Anstieg der Diagnosen seit Einführung des Screenings gegenüber. Die neuen Zahlen des Krebsregisters der ostdeutschen Bundesländer zeigen einen Anstieg der Diagnosen seit Einführung des Mammografie-Screenings um 40 Prozent von 206,7 auf 289,3 je 100 000 Frauen. Auch die nicht-invasiven Diagnosen, sogenannte In-situ-Tumore, lagen im Jahr 2008 mit 43,3 je 100.000 mehr als doppelt so hoch wie die des Vor-Screening-Zeitraums mit 19 je 100 000. (GKR Berlin, Juni 2011). Nach neuesten Erkenntnissen ist darin ein hoher Anteil an Überdiagnosen enthalten. Dies sind Formen von Brustkrebs, die nie gefährlich würden, wenn sie unerkannt bleiben.
Diese Ergebnisse bestätigen, dass Frauen genau für sich abwägen sollten, welche Vor- und Nachteile die Teilnahme am Screening für sie hat.
… ein Gedankenspaziergang:

Um die Welt in einem Sandkorn zu sehen und den Himmel in einer wilden Blume, halte die Unendlichkeit auf deiner flachen Hand und die Stunde rückt in die Ewigkeit.
William Blake

Bei der Erforschung der unendlich vielen Schriften, die dem Wein gewidmet sind, und bei der Betrachtung dieses rankenden Gewächses überkommt mich schon etwas Ehrfurcht – in der Art, die wohl jeder kennt, wenn er in unmittelbarer Nähe alter, knorriger Bäume steht. Die Weinrebe ist in allem, was sie zu bieten hat, vergleichbar mit der Komplexität und Vielschichtigkeit des Menschen.
Beginnend mit der sogenannten Erziehung der jungen Weinpflanze bis zum Erreichen der fruchtbarsten Jahre und dem anschließenden Nach lassen der Lebenskräfte um das 70. Lebensjahr, finden sich – man möchte fast sagen – erstaunlich viele Parallelen zum Menschen. Dass sich die Kultur des Weinanbaus und die vielfache Nutzung – vom Genussmittel bis zu Anwendungen in der Medizin – zeitgleich mit der Kultur des Menschen entwickelt hat, ist ein weiteres Merkmal der uns so nahestehenden Pflanze.
Zur Familie der Vitaceae (Weinrebengewächse) gehörend und taxonomisch (taxis = Ordnung) als Vitales bezeichnet, offenbart uns die Weinrebe allein mit dieser Benennung viel über die ihr innewohnenden Kräfte. Die sechzehn Gattungen mit zirka 850 Arten sind, bis auf die extrem klimatischen Zonen, auf allen Kontinenten der Erde vertreten. Diese vitalen und Leben spendenden Eigenschaften spiegeln die rauschenden und wohl nicht minder berauschenden Feste griechischer Anhänger des Dionysoskultes, die in der Zeit um 2200 und 1400 v. Chr. gefeiert wurden.
Die Sumerer nannten die Weinrebe „Kraut des Lebens“ und nutzten sie auf vielfältige Weise als Arznei für die verschiedensten Leiden. Ebenso lobte der mittelalterliche Gelehrte und Alchimist Albertus Magnus die stark wundheilungsfördernden und antiseptischen Eigenschaften roter Weinblätter. Beginnend mit Dioskurides (60–78 n. Chr.) über Albertus Magnus (1198–1280), Hieronymus Bock (1546), Leonhart Fuchs (1501–1566), Lonicerus (1527–1586) und schließlich Tabernaemontanus (1731), rühmten all diese Gelehrten Weinlaub als probates Mittel bei Entzündungen jeglicher Art im Bereich des Magens und des Darms. Hepatodoron® von Weleda enthält unter anderem Weinblätter und empfiehlt sich – wie die Alten es nutzten – zur Indikation bei akuten und vor allem chronischen Störungen im Bereich des Gastrointestinaltraktes, wie beispielsweise Obstipation und Darmkrämpfe, sowie zur Unterstützung der Lebertätigkeit.

In der neueren Zeit war es der französische Arzt Henri Leclerc (1870–1955), der rotes Weinlaub bei Venenentzündungen, Hämorrhoiden und als Gynäkologikum erfolgreich einsetzte. Vermutlich war es das Verdienst Leclercs, dass rotes Weinlaub 1996 als Monographie „Vigne rouge“ im französischen Arzneibuch aufgenommen wurde. Von da an begann man sich stärker mit Weinlaub zu befassen, was vermutlich zu intensiveren Forschungen und einem damit einhergehenden besseren Verständnis der Wirkungsweisen von Flavonoiden und den ihnen innewohnenden antioxidativen Eigenschaften führte.
Eine dieser interessanten Substanzen, die in entfernterem Sinn zur großen Gruppe der Flavonoide zählt, ist das sogenannte Resveratrol. Resveratrol bildet sich hauptsächlich als Schicht auf der Haut der Weinbeeren und schützt die Pflanze vor schädigenden Umwelteinflüssen. Viele Pflanzen bilden spezielle Substanzen als Reaktion auf äußerliche Reize aus. Diese Substanzen werden als Phytoalexine bezeichnet. Resveratrol scheint ein extrem widerstandsfähiges Phytoalexin zu sein, denn es ist selbst nach langen Gärungsprozessen noch in der Maische an den Weinbeeren zu finden! Momentan ist Resveratrol Gegenstand mehrerer Studien in Hinblick auf Herzerkrankungen, Alzheimer, Autoimmunerkrankungen und Krebs. Die vielfältigen Wirkungen der im roten Weinlaub befindlichen Flavonoide lassen die Anwendungen der antiken Ärzte in Bezug auf Blutungen und Entzündungen innerer Organe verständlich werden. Die gegenwärtig wichtigsten sind: antivirale, antimikrobielle, antiphlogistische, antiallergische, antiproliferative, antikarzinogene und last but not least antioxidative Wirkung. Auf somatischer Ebene hat Weinlaub eine tonisierende Wirkung auf das Herz und die Blutgefäße. Entzündungsmediatoren werden gedrosselt und Blutgefäße flexibel gehalten, sodass sich an den Innenwänden der Gefäße keine Plaques bilden können. Des Weiteren hemmen spezielle Flavonoide des Weinlaubes die Hyaluronidase, die im Wesentlichen für die Bindung von Wasser in der Unterhaut (Subcutis) verantwortlich ist. Weinlaub unterstützt den Einbau von Hyaluron und lässt so die Haut voller und frischer erscheinen und langsamer altern. Es ist also nicht verwunderlich, dass die Kosmetikindustrie diese Eigenschaften bereits gewinnbringend nutzt.

Dieser Artikel enthält Auszüge aus meinem Artikel, den ich im letzten Jahr für die Zeitschrift Naturheilpraxis geschrieben habe.
Ein Tee aus Weinblättern lässt sich ganz einfach zubereiten und schmeckt recht gut. 2 TL für eine große Tasse mit nicht mehr kochendem Wasser übergießen und für 10-12 Minuten ziehen lassen. 2-3 Tassen täglich trinken.
Gerne gebe ich Auskunft wo es gute Bioqualität, den man als Tee verwenden kann, beziehen kann.