Grenze zwischen Wildnis & Zivilisation
alcimia - hic et nunc » Archiv von 'Okt, 2011'

Das Rundum – Sorglos – Paket für Gitte… bislang unkommentiert...

…und natürlich auch für alle anderen!

Hier kommen die versprochenen Heilpflanzentipps für die Schreibnudel, gegen Viren und Bakterien die einem in der kalten Jahreszeit das Leben schwer machen können.

Noch schnell ein paar Worte zuvor

Was mich immer wieder fasziniert, ist die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten und der kreative Umgang mit Heilpflanzen. Vom simplen Tee über eine Tinktur zum Wickel, einem entspannendem Bad oder ein wundheilungsförderndes Balsam.

Pflanzen sind nun seit mehr als 20 Jahren zu meinen Begleitern und verbündeten geworden. Wo die Schulmedizin oftmals keinen Rat mehr wusste, halfen ätherische Öle, wie Palmarosa, Bergamottminze bei Infektionen oder Auflagen mit wundheilungsfördernden Ringelblumen- oder Walnussblättern.

Ewig triefende Nasen oder hustende Kinder provitieren immer, von Schlüsselblumenblüten, Thymian und Fenchelfrüchten. Aber bitte immer bedenken, wenn es um die Kleinen geht: weniger ist mehr und die Regelmäßgkeit machts!

Aber jetzt – etwas fürs Immunsystem!

Ein kleines Päckchen zur Stärkung des Immunsystem, das allerdings keine individuelle Empfehlung sein kann, sondern lediglich als Tipp allgemeiner Art dient:


Tee: Blüten für den Herbst

Lindenblüten        30 gramm
Holunderblüten   50 gramm
Mädesüßblüten    20 gramm

Für eine große Tasse 1 gehäuften Teelöffel mit nicht mehr kochendem Wasser übergießen und zugedeckt 10 bis 12 Minuten ziehen lassen.

Diese fein schmeckende, einfache Mischung besitzt einen einhüllenden Charakter und ist genau das Richtige, für graue vernebelte und kühle Novembertage. Verantwortlich dafür sind einerseits die Schleimstoffe aus den Lindenblüten und die Aktivierung der so genannten “unspezifischen Immunabwehr” von Holunder- und Mädesüßblüten. Eine Besonderheit sind die in den Mädesüßblüten vorkommenden  Salicylsäureverbindungen. Denn sie haben eine  schmerzlindernde Wirkung und helfen bei Kopf- und anderen Schmerzen die Frauen zuweilen anheim suchen ; )

Bad: mit wohlduftenden und stimmungshebenden ätherischen Ölen (z.B. von Maienfelser, Primavera oder Neumond)

4 Tropfen Palmarosa
2 Tropfen Ylang Ylang
2 Tropfen Lavendelblüten

100 ml süße Sahne

Die ätherischen Öle in eine Schale mit Sahne tröpfeln und in die volle Badewanne gießen.

Die Sahne wird benötigt um die ätherischen Öle zu emulgieren, damit sie nicht auf der Wasseroberfläche schwimmen, sondern sich gut im Wasser verteilen. Dieses frisch und sinnlich duftende Bad nimmt alle Anstrengungen des Tages auf und schafft Platz und Raum im Kopf für neue Ideen.

Und weil unsere Haut speziell in der kalten Jahreszeit besondere Aufmerksamkeit und Pflege benötigt, kommt hier noch ein Rezept zur Herstellung eines Körperbalsams, das einfach und schnell selbst hergestellt werden kann:

10 gramm Bienenwachs
5 gramm Sheabutter
100 gramm Mandel- oder Avocadoöl
ätherische Öle:
10 Tropfen Rosengeranie oder Rosenholz
6 Tropfen Lavendelblüten

Das Bienenwachs und das fette Öl in ein Schraubglas geben und im Wasserbad langsam erhitzen, bis das Wachs vollständig geschmolzen ist. Danach das Glas aus dem Wasserbad nehmen und die ätherischen Öle untermischen. In einen Tiegel oder eine Dose aus der Apotheke abfüllen, Deckel raufschrauben und etikettieren – fertig. Das Balsam hält sich gut 1 Jahr und kann bei Raumtemperatur aufbewahrt werden.

Natürlich gibt es viele weitere Öle, die in ein Balsam gerührt werden können. Allerdings denke ich immer auch an jene, die noch keinen ätherisch-Öl-Vorrat ihr eigen nennen und deshalb auch nicht allzu tief in die Geldbörse greifen wollen. Wer dennoch vor einer edleren Variante nicht zurückschreckt, der kann noch 1-2 Tropfen Champaca und 2 Tropfen Sandelholz der Mischung hinzufügen.

Bahnt sich eine Erkältung an, kann eine Stoßkur mit Sonnenhut (Echinacea) den Ausbruch eines Infekts abpuffern.


Und so funktioniert es:

Echinaceatinktur aus der Apotheke (kein homöopathisches Mittel!)

1-3 Tag: 3 x 50-80 Tropfen
4-6 Tag: 3 x 30-50 Tropfen
7-9 Tag: Einnahmepause (damit das Immunsystem die aktivierten T-Lymphozyten nachbilden kann)
10-15 Tag: 1-2 x 10-20 Tropfen

Es gibt mehrere Varianten der Sonnenhut-Roßkur. Dies ist eine von vielen. Oftmals wird behauptet, dass Echinacea gar nichts bewirkt, was leider an der falschen – zu geringen -  Anwendung liegt. Zu beachten ist allerdings, dass die Einnahme nur erfolgen sollte, wenn keine Allergie gegen Korbblütler vorhanden ist.

Und hier noch mein persönlicher Favorit, von dem ich im letzten Jahr schon berichtete.

So liebe Gitte, das soll wohl fürs Erste genügen, gell ; )

… immer wieder sonntags bislang unkommentiert...

… ein Gedankenspaziergang:

Tief im dunklen und geheimnissvollen Wald lebt die Hexe Baba Yaga. Wer sie finden will, bekommt es mit der Angst zu tun, denn dazu muss man sich mit dem Dunklen auseinander setzen, gefährliche Fragen stellen und die erquickliche Welt der Logik verlassen.
Als der erste junge Sucher bei ihrer Hütte ankommt und zitternd an der Tür klopft, fragt Baba Yaga: “Bist du aus eigenem Antrieb hier oder hat dich jemand geschickt?” Der junge Mann, der von seiner Familie zur Suche ermutigt wurde, antwortet: “Mein Vater hat mich geschickt.” Baba Yaga wirft ihn prompt in den Kessel und kocht ihn. Als nächstes findet schließlich ein junges Mädchen zur Hütte, weil es das Feuer qualmen sieht und Baba Yaga lauthals lachen hört. Wieder fragt Baba Yaga: “Bist du aus eigenem Antrieb hier oder hat dich jemand geschickt?” Die junge Frau war aus reiner Neugier in den Wald gegangen. “Ich bin aus eigenem Antrieb hier”, antwortete sie. Baba Yaga wirft sie in den Kessel und kocht auch sie.
Als Drittes gerät wieder eine junge Frau tief in den Wald und findet sich vor der Hütte Baba Yagas ein. Als sie den Rauch sieht, weiß sie um die Gefahr. Baba Yaga fragt sie: “Bist du aus eigenem Antrieb hier oder hat dich jemand geschickt?” Die junge Frau antwortet aufrichtig: “Einerseits bin ich aus eigenem Antrieb da, andererseits aber anderer wegen. Ich bin auch deinetwegen da und wegen des Waldes und wegen etwas, das ich vergessen habe, und teilweise weiß ich überhaupt nicht, warum.” Baba Yaga schaut sie kurz an und sagt dann: ” Du bist in Ordnung, komm herein.”
Jack Kornfield: Nach der Erleuchtung Wäsche waschen und Kartoffeln schälen

Der BDH im Interview mit Prof. Dr. Robenek zum Thema Bluthochdruck bislang unkommentiert...

Im Nachgang zur 10. Arbeitstagung führte der Bund Deutscher Heilpraktiker mit Prof. Dr. Robenek (Uni Münster) ein interessantes Interview zum Thema “Bluthochdruck natürlich senken”:

Herr Professor Robenek, bei uns in Mitteleuropa gilt Bluthochdruck als Volkskrankheit. Warum eigentlich?
Allein in Deutschland sind, Schätzungen zufolge, über 20 Millionen Menschen von Bluthochdruck betroffen. Von Bluthochdruck, einer Hypertonie, spricht man, wenn ein erhöhter Druck auf den Arterien wirkt. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das einen dauerhaften Wert über 140/90 mmHg, und zwar egal, um welche Altersgruppe es sich handelt. Diese Schwelle überschreitet mittlerweile jeder zweite Über-60-Jährige. Das Problem ist vor allem, dass die meisten Patienten von der Erkrankung gar nichts mitbekommen. Viele leiden, wenn überhaupt, nur an relativ unspezifischen Symptomen wie Kopfschmerzen oder Schwindel. Eigentlich sollte man deshalb schon ab 40 damit beginnen, regelmäßig seinen Blutdruck kontrollieren zu lassen.

Was macht Bluthochdruck so gefährlich?
Durch Bluthochdruck werden die Innenwände der Gefäße, das so genannte Endothel, verletzt. Die Gefahr, dass sich »Plaques«, gefäßverengende Ablagerungen oder Thrombosen bilden, wächst damit stetig. Diese Arterienverkalkung (Arteriosklerose) verschlechtert die Blutversorgung der Organe. Schlimmstenfalls kommt es zum Gefäßverschluss, der in einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenversagen endet. Auch die Hirnleistung wird beeinträchtigt, das Demenzrisiko steigt. Allein in Deutschland sterben jährlich etwa 400.000 Menschen an den Folgen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 45 Prozent aller Herzinfarkte und 54 Prozent aller Schlaganfälle gehen auf Hypertonie zurück.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Zunächst gilt es, sämtliche Risikofaktoren zu erkennen und zu eliminieren. Dazu gehören vor allem Übergewicht, Bewegungsmangel und hohe Cholesterin- und Zuckerwerte. Darüber hinaus gab es bei der Behandlung von Hypertonie gerade in den letzten Jahren spektakuläre Erfolge zu vermelden. Seit einiger Zeit weiß man, dass sich Bluthochdruck natürlich mit dem Eiweißbaustein Arginin behandeln lässt. Denn vor allem bei Hypertonikern und Diabetikern liegt i. d. R. ein ausgeprägter Arginin-Mangel vor. Der Adernprotektor Arginin setzt im Körper Stickstoffmonoxid (NO) frei, das maßgeblich daran beteiligt ist, unsere Blutgefäße gesund zu halten. Arginin entspannt die Gefäße und senkt den Blutdruck. Eine wirklich revolutionäre Entdeckung, für die es 1998 zurecht den Medizin-Nobelpreis gab.

Wie kann man einen zu hohen Blutdruck mit Arginin regulieren?
Zum Beispiel durch die Einnahme von Arginin-Präparaten. Noch besser ist eine Kombination aus Arginin mit Folsäure (Vitamin B9) sowie Vitamin B6 und B12. Denn B-Vitamine senken zusätzlich den Spiegel des „Aderngiftes“ Homocystein im Blut, das ähnlich gefährlich ist wie Cholesterin. Ich halte die Einnahme dieser adernschützenden Substanzen ab der Lebensmitte für eine gute Maßnahme. Insbesondere bei bereits vorliegenden Risikofaktoren, zu denen auch Rauchen und Dauerstress zählen.

Herr Professor Robenek, wir danken Ihnen für das Interview.

Prof. Dr. rer. nat. Horst Robenek ist Leiter des Leibniz-Instituts für Arterioskleroseforschung der Universität Münster.

Lebenskunst – ein Veranstaltungstipp bislang unkommentiert...

Stahnsdorfer Heilpraktikerinnen und Künstlerinnen haben gemeinsam das Event Lebenskunst konzipiert. Vier Abende im zauberhaften Ambiente des „Cafe im Garten“ in Stahnsdorf nehmen Sie mit auf einen unterhaltsamen naturheilkundlich-künstlerischen Streifzug. Ob “Honigtrank und Harfenklang“, die Rose im Beitrag „Der Lebensfreude auf der Spur“, der Lavendel und andere Duftgiganten in der „Blauen Stunde“ oder die „Rhythmen der Jahreszeiten“ – jeder Beitrag soll Ihnen Anregung im Sinne von Lebensfreude, Energie und Gesundheit geben.

Cornelia Nobis – Dozentin bei der alcimia – gestaltet gemeinsam mit der Seidenmalkünstlerin Rosel Wilcke den Beitrag am 04.11.2011. Die „Rhythmen der Jahreszeiten“ möchten Ihnen die Jahreszeiten mit ihren unterschiedlichen Qualitäten und Reizen nahebringen. Dabei soll deutlich werden, wie gesundheitsfördernd das Leben mit den Jahreszeiten ist. Die sinnliche Erfahrung, wie sich die Farbschwingungen der Jahreszeiten in der von uns gewählten Kleidung zeigen können, ist mit den wunderbaren Tüchern von Rosel Wilcke hautnah erfahrbar.

 

… immer wieder sonntags 2 comments

… ein Gedankenspaziergang:

Gefährlich zu leben heißt wirklich zu leben. Wenn man nicht gefährlich lebt, lebt man überhaupt nicht. Das Leben erblüht nur in der Gefahr. Das Leben erblüht nie in der Sicherheit; es erblüht nur in der Unsicherheit.
Sobald du anfängst dich abzusichern, wirst du zu einem stagnierenden Tümpel. Dann ist deine Energie nicht mehr im Fluss. Du hast Angst, denn du weißt nie, wie du dem Unbekannten begegnen sollst. Und warum solltest du dieses Risiko überhaupt auf dich nehmen? Das Bekannte ist sicher.
Aber dann bleibst du auf das Vertraute fixiert. Du wirst es zwar bald leid und langweilst dich und bist unglücklich damit, aber es ist eben vertraut und bequem. Wenigstens weißt du, woran du bist. Das Unbekannte lässt dich erzittern. Beim bloßen Gedanken an das Unbekannte fühlst du dich unsicher.
Es gibt nur zwei Arten von Menschen auf der Welt: Die einen wollen ein bequemes Leben haben und steuern damit auf den Tod zu – auf ein bequemes Grab. Und die anderen wollen leben und entscheiden sich dafür, gefährlich zu leben, denn das Leben gedeiht nur, wenn man ein Wagnis eingeht.
OSHO / Mut – Lebe wild und gefährlich

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