Wunschzauberei zur Wintersonnenwende bislang unkommentiert...
Zur Wintersonnenwende ein Zauberwunsch für meine Freundin! Denn von nüscht kommt nüscht – gell ; )
Zur Wintersonnenwende ein Zauberwunsch für meine Freundin! Denn von nüscht kommt nüscht – gell ; )
Die aktuelle Schrot & Korn hat in der Januar 2012-Ausgabe das Thema Fasten, passend nach der Weihnachtsvöllerei, aufgenommen. Mehrere Fastentees, die im Bioladen erhältlich sind, werden hier vorgestellt. Nun stellt das Fasten an den verschiedenen Tagen individuelle Ansprüche an den Körper.
Ausserdem können verschiedene Reaktionen, wie Kopfschmerzen, unreines Hautbild oder Gelenkschmerzen dem Fastenden zu schaffen machen. Im Grunde sind die Mischungen der im Artikel vorgestellten Firmen (Herbaria, Lebensbaum,Oasis, Salus oder Sonnentor) recht harmlos. Allerdings zahlt der Verbraucher auch für Heilpflanzen, die in der angepriesenen Teemischung keinerlei Wirkung erzielt.
Beispielsweise Mariendistelsamen (Mariendistel – Silybum marianum). Immer wieder sehe ich, dass sie in den diversen Teemischungen angeboten werden. Da jedoch der sehr wertvolle Wirkstoff Silymarin direkt unter der Mariendistelsamenschale sitzt und sich nur sehr schwer in Wasser löst, sollten die Samen direkt, also nicht in Form eines Tees, eingenommen werden. Entweder kaut man sie oder sie werden frisch geschrotet eingenommen und mit reichlich Wasser hinunter gespült. Als Alternative sind Fertigpräparate in der Apotheke in Tablettenform erhältlich.
Ähnlich verhält es sich mit Artischockenblättern (Artischocke – Cynara scolymus). Auch sie zählen zu den sehr wertvollen Phytotherapeutika, insbesondere zur Vorbeugung und schon bestehenden Fettstoffwechselstörungen, mit Belastung der Leber und durch Ablagerungen geschädigte Blutgefäße. Zu ihren Inhaltsstoffen zählen u.a. Das Cynaropikrin (Bitterstoff) und Kaffeesäurederivate, die grob zu den Flavonoiden gezählt werden können und eine antioxidative Wirkung besitzen. Weiterhin enthalten die Blätter Flavonoide (Luteolin, Scolymosid, Cynarosid…) die in ihrer Vielfalt und einzigartigen Kombination unsere Organe untersützen. Allerdings bewirkt auch hier eine schlichte Teezubereitung wenig, da die Wirkstoffausbeute zu gering ausfällt. Fertigpräparate in Form von Kapseln sind wesentlich effizienter. Ein Saft aus den frischen Blättern der Artischocke ist eine mögliche Alternative zu Kapseln.
Als Tee in Frage kommen alle harntreibenden Pflanzen, wie Brennesselblätter, Löwenzahnblätter, Birkenblätter, Schachtelhalmkraut, grüner Hafer, echte Goldrutenblätter…..
Wer eine Kur über mehrere Tage anstrebt, sollte den Tee lieber dünn aufbrühen, damit die Nieren nicht zu stark belastet werden. Ein gehäufter Esslöffel auf eine Kanne Wasser reicht zum Entschlacken völlig aus.
Gerne werden auch Bitterstoffdrogen in der Fastenzeit getrunken, da sie die Leber in ihrer Funktion als Entgiftungsorgan unterstützen. Allerdings können sie vorhandene Gallensteine in Bewegung setzen, was zu heftigen Gallenkoliken führen kann. Wer sich hier unsicher ist oder wenn Gallensteine in der Familie vorkommen, unbedingt vorher abklären lassen!
Aber wer denkt eigentlich in dieser Zeit ans Fasten???? Mehr zu diesem Thema werde ich sicherlich im Frühjahr schreiben.
Am 16. Januar im Buchhandel erhältlich:
Vielen Dank an alle fleißigen Frauenhände die daran mitgewirkt haben !! Mehr Infos über die bezaubernde Frau Prof. Dr. Gerhard und Buchvorstellungen folgen – jetzt muß ich erst einmal den 4. Advent genießen und die Zeit zwischen den Jahren nutzen, damit das Alte gehen darf um Platz für das Neue zu schaffen.
Hier ein Ausschnitt aus dem Vorwort:
In diesem Buch geht es um die Pflanzenheilkunde, eine Disziplin, die seit Jahrhunderten bevorzugt von Frauen ausgeübt wurde und die sich in besonderem Maße für die Selbsthilfe eignet. Und doch … so ganz unproblematisch ist dieses Themenfeld nicht. Denn Pflanzenheilkunde bewegt sich heute zwischen den Polen der jahrhundertealten, traditionellen Erfahrung einerseits und der modernen Wissenschaft andererseits. Beide Pole haben einen ganz unterschiedlichen Blickwinkel auf den Menschen, auf die Krankheit und auf die Pflanze. Nicht selten vertreten Autoren von Pflanzenheilkundebüchern entweder die eine oder die andere Perspektive und der Leser bleibt irritiert zurück. Genau das aber wollten wir in diesem Buch anders machen, denn beide Seiten haben ihre Berechtigung. Sie erfahren deshalb, wie die traditionelle Pflanzenheilkunde eine Pflanze sieht und nutzt, daneben aber genauso, welche Anwendungen wissenschaftlich belegt sind.
Rezept:
je 50 gramm
Zartbitterschokolade
Aprikosen (getrocknet)
Haselnüsse
100 g Datteln (getrocknet ohne Steine)
alles fein häckseln (hexeln..) und zu Kugeln formen.
anschließend beliebig wälzen (die Kugeln!) in
Kakao
Sesam
Schokostreusel
Hier kommt der dritte und letzte Teil des Artikels zur HPV-Impfung von Cornelia Burgert:
Wer es gerne kompakt hat – auch zum Versenden an Schülerinnen und Mütter, kann dies gerne mit Quellenangabe tun.
Impfzahlen
Die Impfzahlen bleiben in Deutschland hinter den Erwartungen zurück. Laut der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), des Berufsverbands der Frauenärzte (BVF) und des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), die alle eine flächendeckende, präventive Impfung der Mädchen propagieren, ist im Durchschnitt ein Drittel der Mädchen im entsprechenden Alter geimpft – wobei die Impfraten von Bundesland zu Bundesland erheblich variieren. Offenbar lassen sich viele auch nicht mit allen drei Einzeldosen impfen. Laut dem Barmer GEK Arzneimittelreport 2011 ging die Verordnung des HPV-Impfstoffes im Jahr 2010 um 43% zurück.
Offene Fragen
Es bestehen derzeit noch offene Fragen, die „durch eine koordinierte Begleitforschung weiter geklärt werden müssen“ (STIKO 2009). Dies entspricht einer gemeinsamen Forderung der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie, der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie, der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention und des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin.
Geklärt werden muss die Wirksamkeit der Impfstoffe hinsichtlich der Verhinderung von CIN 2 und höher – unabhängig vom HPV-Typ, wie die Impfung die Wahrnehmung und die Qualität von Früherkennungsuntersuchungen beeinflusst, ob die Impfung langfristig die Erkrankung an einem Zervixkarzinom wirklich verhindert, die Sicherheit der Impfstoffe hinsichtlich seltener unerwünschter Wirkungen, ob der Nutzen in angemessenem Verhältnis zu den Kosten steht sowie die Dauer des Impfschutzes.
Leider werden die notwendigen kontrollierten Studien zur Klärung der Nutzen-Schaden-Bilanz bisher nicht gemacht, so bleibt die wichtigste Frage überhaupt, welchen Nutzen die Frauen letztendlich von der Impfung haben, weiterhin offen.
Was uns in der Diskussion fehlt
Konsequente Kondombenutzung verringert nicht nur das Übertragungsrisiko bei HPV wie auch bzgl. HIV, Chlamydien etc., sondern begünstigt auch das Ausheilen einer HPV-Infektion und beschleunigt die Rückbildung von Zellveränderungen (Mühlhauser, Filz 2008). Durch die Impfung könnte das Interesse an Safer Sex schwinden.
Die Risikofaktoren für Dysplasien, diese finden Sie in den oben genannten Artikeln in diesem Heft.
Frauen in der „dritten“ Welt würden von der Impfung profitieren, doch ihnen wird sie aufgrund der Kosten entweder nie zur Verfügung stehen oder unter keinen „sicheren“ Bedingungen.
Es gibt Hinweise darauf, dass beschnittene Männer ein geringeres Risiko für HPV-Infektionen haben und sich auch das Übertragungsrisiko der Viren auf Sexualpartnerinnen verringert.
Es wird befürchtet, dass Frauen die Krebsvorsorge nach einer Impfung weniger in Anspruch nehmen.
Aktueller Stand
Es gibt diverse Forschungsprojekte, die die Effektivität der Impfung steigern wollen, z.B. sollen mehr HPV-Typen abgedeckt werden, auch an einem „therapeutischen“ Impfstoff wird gearbeitet, der das Immunsystem von Frauen, die bereits Zellveränderungen haben, aktivieren soll.
Viele ÄrztInnen, insbesondere GynäkologInnen, raten Mädchen und Frauen zu dieser Impfung, ohne sie umfassend zu informieren. An die klar definierte Zielgruppe, nämlich Mädchen zwischen 12 und 17 vor dem ersten Sexualkontakt, wird sich nicht gehalten, auch älteren Frauen wird diese Impfung empfohlen.
Viele AkteurInnen und WissenschaftlerInnen machen sich dafür stark, dass Mädchen und Frauen unabhängige, sachliche und evidenzbasierte Informationen bekommen. So hat das Nationale Netzwerk Frauengesundheit eine Broschüre veröffentlicht, die sich auf wissenschaftliche Evidenz stützt und diese sachgerecht aufarbeitet (Nationales Netzwerk Frauen und Gesundheit 2008). Hervorzuheben sind die Bremer Erklärung (2008) und die Berliner Erklärung (2009). Hier ist es gelungen, dass Ärzteverbände, Gesundheitsbehörden, Gleichstellungsbeauftragte, Pro Familia und Frauengesundheitszentren eine gemeinsame Erklärung zur HPV-Impfung veröffentlichten, um eine informierte Entscheidung zu ermöglichen.
Fazit
Aufgrund der Datenlage ist es derzeit nicht möglich, den Nutzen der HPV-Impfung hinsichtlich einer Verhinderung von Gebärmutterhalskrebs wirklich abzuschätzen, er wird vermutlich erheblich überschätzt, bei bisher unkalkulierbarem Risiko und hohen Kosten. Seit 1971 gibt es das Screening zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs, die Krebsvorsorge. Die Teilnahme daran senkt das Risiko, am Gebärmutterhalskrebs zu sterben, um 90% (Rosenbrock 2007).
Seit vielen Jahren beobachten wir die Medikalisierung weiblicher Lebensphasen. Heute wissen wir, dass die Hormontherapie in den Wechseljahren unter falschen Annahmen, mit breitem Marketing und trotz mangelnder Studienlage Millionen Frauen weltweit jahrzehntelang verabreicht wurde. Viele erlitten gesundheitliche Schäden wie Brustkrebs, Thrombosen, Schlaganfälle, Herzinfarkte und starben in der Folge. In den USA klagen Tausende von Frauen, die aufgrund der Hormoneinnahme Brustkrebs bekamen, gegen den Pharmahersteller. Bei der HPV-Impfung sehen wir eine ähnliche Ausgangslage. Jungen Frauen wird eine Impfung nahe gelegt, die sie nicht bräuchten, die sie potenziell schädigen kann, sie in falscher Sicherheit wiegt und von der heute nicht bekannt ist, ob sie das hält, was sie verspricht. Eine systematische Kontrolle der Auswirkungen der Impfung gibt es nicht. Wieder einmal wird mit einem gering erprobten Medikament ein lukratives Geschäft gemacht – mit dem Risiko der Gesundheitsgefährdung von Mädchen und Frauen.
Cornelia Burgert, Mitarbeiterin des FFGZ e.V.
Literatur bei der Verfasserin
Erschienen in clio 73/2011, Feministisches Frauen Gesundheits Zentrum e.V. Berlin