Grenze zwischen Wildnis & Zivilisation
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Du bist was du isst: Teil 1 Bärlauch bislang unkommentiert...

Der Bärlauch war den alten Germanen heilig. Vielleicht weil er zu den Frühjahrsblühern gehört, der die langersehnten wärmeren Tage ankündigt. Aus diesem Grund wurde er dem Baldur geweiht. Der alte Germanische Gott der Sonne und des Lichtes. So wie die Tage länger werden und lichter, so bringt der Bärlauch Licht in unsere Zellen. Er besteht aus einem hohen Prozentsatz aus Schwefel, eben gebundenes Licht und Wärme. Seine Inhaltsstoffe -speziell die schwefelhaltigen Metaboliten- wirken Keimwidrig und in einem hohen Maß bakterientötend. Die dafür verantwortlichen Stoffe sind nur im frischen Bärlauch wirksam. Bei Trocknung verfliegen sie buchstäblich an der Luft. Allerdings gibt es eine Rezeptur aus der Volksheilkunde, wonach man den Bärlauch kleinschneiden, trocknen und anschließend in einer Kaffeemühle mahlen soll. Mit Salz in ein gut verschließbares Gefäß gefüllt, kann er so für die nächste Winterperiode haltbar und als Gewürz genutzt werden. Ab März findet man ihn in feuchten, humusreichen Laubwäldern. Man sollte den Bärlauch kennen, denn es besteht eine Verwechslungsgefahr zu dem hochgiftigen Maiglöckchen. Der sicherste Hinweis ist sein Geruch, der stark an Knoblauch erinnert. Die frischen Bärlauchblätter sind seit einigen Jahren in gut sortierten Bioläden an der Kräutertheke zu finden. Wie Basilkum kann er zu einem schmackhaftem Pesto verarbeitet, kleingeschnitten in die Suppe – oder einfach in Salat gegeben werden. Von jeher wird Bärlauch als blutreinigend und stoffwechelanregend beschrieben. Wie auch der Knoblauch, beugt Bärlauch Arteriosklerose vor und wirkt sich positiv auf einen zu hohen Blutdruck aus. Häufig hängen Frühjahrsmüdigkeit und eine Dysbiose (ungünstiges Verhältnis von Keimen im Darm) zusammen. Deshalb ist es sinnvoll, Bärlauch im Frühjahr so oft wie möglich zu verwenden. Bärlauch steht nicht unter Naturschutz. Damit das so bleibt, sollte er nicht “gerodet” werden. Ein Blatt pro Pflanze dicht über dem Boden abschneiden. So bleibt der Bestand erhalten.

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