Der gute alte Fenchel wurde zur Arzneipflanze des Jahres 2009 -vom Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde – erkoren.

Ihm zu Ehren einen Artikel

Der Fenchel (Foeniculum vulgare) ist eine Heilpflanze , die nicht nur in Europa, sondern ebenso in Ägypten, Griechenland und Asien bekannt war. Pflanzen die zu einer solchen Berühmtheit gelangen, müssen eine besondere Heilkraft in sich bergen.

Unsere heilkundigen Vorfahren zogen ihre Erkenntnisse aus der Beobachtung der Natur und den Zusammenhängen von Erde, Mensch und Kosmos. Das Wahrnehmen einer Pflanze mit allen Sinnen, führte die Heilkundigen zu ihren Erkenntnissen. Dabei haben sie erfahren, das stark aromatisch duftende Pflanzen -und der Fenchel gehört dazu- gegen Infektionerkrankungen speziell derer, die mit Husten und Fieber einhergehen, helfen.

In der Heilpflanzenkunde werden Fenchelsamen (botanisch korrekt: Fenchelfrüchte) bei Magen-Darm-Problemen aber auch bei Husten und sogar geröteten und entzündeten Augen, angewendet. Die in den Fenchelfrüchten enthaltenen ätherischen Öle wirken entzündungshemmend, schleimlösend, antibakteriell und entkrampfend. Allerdings wird das ätherische Öl aus dem süßen Fenchel gewonnen, im Gegensatz zum bitteren Fenchel, der vorwiegend als Tees, Hustensäfte oder Sirups genutzt wird . Menschen denen der Ärger buchstäblich auf den Magen schlägt, sollten des öfteren einen Fencheltee vor dem Essen trinken. 5 Tropfen des ätherischen Öls in ca. 50 ml Basisöl (Mandel- oder Jojobaöl) ergeben ein wunderbares Bauch-Massage-Öl mit entspannender und beruhigender Wirkung sowohl für Babys die unter Blähungen leiden, als auch für Erwachsene mit ähnlichen Problemen. Da das ätherische Öl des Fenchels eine hormonähnliche Eigenschaft besitzt, ist es zudem in der Frauenheilkunde von Nutzen.

Möchte man den Fenchel als Tee anwenden, so werden für eine Tasse1-2 Teelöffel Fenchelfrüchte mit nicht mehr kochendem Wasser 7-10 Minuten abgedeckt ziehen gelassen. Anschließend durch ein Sieb abgießen und in langsamen Schlucken trinken. Bei Husten darf der Fencheltee auch gesüßt werden.

Lonicerus war überzeugt, dass das Fenchelwasser (Hydrolat) …morgens und abends damit das Angesicht gewaschen…sehr schön macht!