Dieser kleine wehrhafte Strauch aus Nordamerika wurde erst um 1823 in Europa bekannt. Achtlos eilen wir an der Mahonie (Mahonia aquifolium) vorbei die so viele Vorgärten schmückt. Wer hätte gedacht, dass dieses Gewächs eine alte Heilpflanze ist, die bereits von den Nordamerikanischen Ureinwohnern genutzt wurde.

Direkt unter ihrer Rinde und in der Wurzel befinden sich wertvolle Inhaltsstoffe, wie etwa das Haupt-Alkaloid Berberin sowie viele weitere Alkaloidverbindungen mit stark entzündungshemmender Wirkung (Hemmung der COX und 5-Lipoxygenase).

Anwendung und Wirkung

In der Volksheilkunde ist die Mahonie u.a. sehr beliebt bei Hautproblemen, geschwächtem Immunsystem, Leber- und Gallenbeschwerden sowie häufig wiederkehrenden Entzündungen der ableitenden Harnwege.

 

Mahonienwurzel

In der Mahonienwurzel befinden sich Alkaloide die hier an der gelben Farbe zu erkennen sind

Tatsächlich zeigten Studien, dass die Alkaloide aus der Rinde sowie der Wurzel der Mahonie eine zu starke Zellteilung der Haut hemmen und so die Haut von an Schuppenflechte Leidenden, beruhigt.

Mahonienzubereitungen werden in Form von Tinkturen oder Salben und Cremes in der Apotheke angeboten. Die Anwendung als Tee ist unüblich. Aus den dunkelvioletten Früchten die im Herbst reifen, kann Marmelade gekocht werden. Sie sind Alkaloidfrei.

Bei all den Fakten bin ich einmal mehr von der Signatur der Pflanzen begeistert. Dass sie das Immunsystem stärkt, zeigt sie in ihren abwehrenden, mit dornigen Enden versehenden Blätter. Und auch das kräftige Gelb, was auf die Anwesenheit des Alkaloids hindeutet, bildet den Bezug zu den ableitenden Harnwegen (Urin) und der Galle.