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Ingwer – Galgant – Kurkuma

Die Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae ) umfasst etwa 60 Arten. Drei Vertreter aus dieser Familie erhalten in der kalten Jahreszeit wieder mehr Aufmerksamkeit. Wobei vermutlich die Anwendung des Ingwers (Zingiber officinalis) in der Küche am populärsten ist. Sein frisch würzig und scharfes Aroma verdankt er den Gingerolen (Scharfstoff) und dem ätherischen Öl, das zu etwa 60% aus Sesquiterpenen (Zingiberen) besteht.

Ingwer

Frische Ingwerwurzel

Ingwer ist bekannt als verdauungsförderndes Gewürz in der Küche. Seine Inhaltsstoffe sorgen für eine regulierende Funktion der Darmperistaltik. Denn er entspannt die Darmmuskulatur und wirkt zugleich verdauungsanregend. Das Kauen auf einer frischen Ingwerwurzel erweitert die kleinen Blutkapillaren im Körper und müsste aufgrund dessen eine blutdrucksenkende Eigenschaft aufweisen.

Galgant

Obschon die heilige Hildegard von Bingen den Galgant (Alpinia officinarum) – im Bild oben als Pulver zu sehen –  in höchsten Tönen gelobt hat, ist diese Wurzelknolle vielen unbekannt. Abgesehen davon, dass Galgant eine überaus köstliche Bereicherung im Gewürzregal darstellt, hat er vortreffliche Heileigenschaften. Wie Ingwer, besitzt Galgant Scharfstoffe, die zusammengefasst in der Literatur zeitweilig als Galangol bezeichnet werden, sowie etwa 1% ätherisches Öl.

Gegenwärtig laufen Studien zum Galgant als Arzneimittel gegen Krebs. So sollen einige Wirkstoffe, Krebs auslösende Gene deaktivieren und das Wachstum der Krebszellen zum Stoppen bringen.

In der Phytotherapie hat die Galgantwurzel ihren festen Platz als Stomachikum bei unklaren Verdauungsbeschwerden, Blähungen und Appetitlosigkeit.

Kurkuma

Kurkuma

Frische Kurkumawurzel und Pulver

Mein persönlicher Star in diesem Dreier-Gespann, ist die Gelbwurz (Curcuma xanthorrhiza) auch bekannt als Kurkuma. Sie wird hauptsächlich in Afrika und Asien angebaut und ist aus der indischen Küche nicht mehr wegzudenken.

Bereits vor 2000 Jahren nutzte man Kurkuma in der Volksheilkunde bei vielerlei Erkrankungen. Wie auch Ingwer und Galgant, enthält die Kurkumawurzel etwa 2-5% ätherisches Öl. Weiterhin ca. 5% Curcuminoide (Farbstoffe) sowie Polysaccharide (Schleimstoffe) die einen positiven Effekt auf unser Immunsystem ausüben. Wirklich interessant sind die Curcuminoide mit ihren stark entzündungshemmenden antibakteriellen Eigenschaften.

Inzwischen belegen eine Reihe von Studien, dass Curcuminoide die Entstehung mehrerer Krebsarten verringert. Allen voran der gefürchtete Darmkrebs. Insgesamt erforschten Wissenschaftler die Wirkung von Kurkuma an 22 Krebsarten. Darunter auch Brustkrebs, Lungenkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Quintesssenz der Studien belegt, dass die Gelbwurz die Umwandlung einer gesunden Zelle in eine Krebszelle – und krebsauslösende Gene verhindern.

Üblich ist die Verwendung von Kurkuma und Galgant in Pulverform. Etwa einen halben Teelöffel in die Suppe oder zur Soße, zum Ende des Kochvorgangs geben.

2018-04-28T18:34:54+00:00 9. November 2014|Aromakunde, Grünes Essen|

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